Denkst du noch manchmal an mich? PDF Drucken E-Mail

1.
Denkst du noch manchmal an mich?
Wir waren mal Freunde, erinnerst du dich?
Kommt dir noch manchmal in den Sinn,
was ich mal für dich gewesen bin?


Gibt es Dinge und Orte,
Gesten und Worte,
bei denen du an mich denkst;
mir eine Erinnerung schenkst?


2.
Ich bin kein Idiot,
ich häng nicht davon ab,
dass ich in deinem Stück eine Rolle hab.
Mir fehlt nichts, da geht’s mir genau so wie dir;
Zumindest nicht in einem Jetzt und Hier.


3.
Ich lebe nicht in der Vergangenheit;
Ich will nicht zurück, ich vermiss nicht die Zeit;
Ich glaub nur, dass man falsch liegt, sobald man vergisst,
dass heute ein Kind von Gestern ist,
dass heute ein Kind von Gestern ist.


4.
Ich hab dich mal ganz schwer gemocht;
Und ich mag, was ich kannte immer noch.
Allein die Erkenntnis fällt manchmal schwer:
Du bist nicht mehr Du, und Ich gibt es nicht mehr.


5.
So bleibt es dann bei: „Ich hoffe wir sehn
uns bald einmal wieder!“; wir beide verstehn,
dass wir kein Interesse haben, wenigstens Angst,
dass du mit dem anderen nichts anfangen kannst.


Denn das macht dann die Erinnerung kaputt,
hinterlässt von dem Anderen nen Haufen Schutt
und ein Häufchen Elend, das will keiner sehn,
und alles bleibt bei: „Mensch, wäre das schön!“


6.
Ich weiß, das ist alles nicht böse gemeint,
alles fließt, alles ändert die Zeit.
Das wird erst dann tragisch, wenn man vergisst,
dass Heute ein Kind von Gestern ist,
dass Heute ein Kind von gestern ist.